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Ostern

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Ostern

Ostergottesdienste

 
 

Gründonnerstag - Gemeinschaft im Abendmahl

Am Gründonnerstag, dem Tag vor dem Karfreitag, wird der Einsetzung des Abendmahls durch Jesus Christus gedacht. In der Bibel wird erzählt, wie Jesus mit seinen Jüngern das Passahmahl einnahm. In der jüdischen Tradition ist dies ein feierliches Essen, das an den Auszug der Israeliten aus Ägypten erinnert. Für Jesus selber war es die letzte Speise vor seiner Verhaftung und seinem Tod am Kreuz. So wie es im Neuen Testament beschrieben wird, feiern evangelische Christinnen und Christen noch heute das „Abendmahl“. Die Pastorin oder der Pastor spricht dabei die Einsetzungsworte, wie sie in den Evangelien bei Matthäus, Markus und Lukas überliefert sind. Brot und Wein werden mit den Worten weitergereicht: „Christi Leib, für dich gegeben“ und „Christi Blut, für dich vergossen“.

 

Woher nun die seit dem 12. Jahrhundert gebräuchliche Bezeichnung „Grün“ – Donnerstag stammt, ist wissenschaftlich nicht ganz klar. Sie könnte sich von dem lateinischen „dies viridium“ (Tag der Grünen) ableiten. An diesem „Tag der Grünen“ kleideten sich Menschen, die nach ihren Verfehlungen Buße tun wollten, in dieser Farbe und wurden am Vorabend des  Karfreitags wieder in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen. Es gibt aber auch andere Erklärungen: Das Essen der grünen Kräuter, die zur Tradition des Passahmahls gehören, könnte zum Namen geführt haben - oder eine Ableitung vom althochdeutschen „grinen“ (übersetzt: klagen, weinen).

 

Ebenfalls schon im frühen Mittelalter lässt sich außerdem eine Tradition der Fußwaschung nach dem Vorbild Jesu (Johannes 13, 1-11) nachweisen. Im Gedenken an diese „mandatum“ genannte Fußwaschung bürgerten sich manche Bräuche ein. So wurden seit dem 13. Jahrhundert Brotspenden, das sogenannte „Mandat-Brot“, von Klöstern an Arme verteilt. Kinder bekamen Honigbrote und Lebkuchen.

 

Landesuperintendent Burghard Krause betont die besondere Atmosphäre der Gottesdienste am Gründonnerstag: „Für die meisten ist es ja noch ein ganz normaler Arbeitstag. Am Abend dann zur Ruhe zu kommen, sich auf die Leidens- und Auferstehungsgeschichte Jesu einzulassen, kann eine Einstimmung und Vorbereitung auf Karfreitag und Ostern sein. Die Form des Tischabendmahls, die in vielen Gemeinden angeboten wird, lässt die Gemeinschaft im Glauben an den gekreuzigten und auferstandenen Christus erfahrbar werden.“ 

             

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Juan de Juanes: Das Abendmahl

  Karfreitag

In Deutschland ist der Karfreitag als Feiertag geschützt. Laut Niedersächsischem Feiertagsgesetz sind an diesem Tag mit „ernstem Charakter“ Veranstaltungen, „die über den Schank- und Speisebetrieb hinausgehen“ sowie öffentliche sportliche Veranstaltungen nicht zugelassen. Der Karfreitag ist ein Tag der Ruhe und eine Einladung zur Selbstreflexion.

Letztlich ist er aber auch schon ein Tag der Vorfreude auf das Osterfest, das zwei Tage später gefeiert wird: Ohne Jesu Tod gäbe es keine Auferstehung und Überwindung des Todes. Dies feiern Christen am Ostersonntag.

 

Ein besonderer Karfreitagsgottesdienst findet um 15 Uhr in der St. Blasiuskirche zu Hann. Münden statt. Dort wird ein Projektchor unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Detlef Renneberg die Matthäus-Passion von Heinrich Schütz (1585 – 1672) zu Gehör bringen.

             

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Mathis Gothart Grünewald: Isenheimer Altar, ehemals Hauptaltar des Antoniterklosters in Isenheim/Elsaß, Werktagsseite, Mittelbild: Kreuzigung Christi

  Ostern - Fest des Lebens

Ursprünglich wurde Ostern an jedem Sonntag gefeiert. Denn jeder Sonntag ist in der frühen Kirche als Tag der Auferstehung Christi begangen worden. Das heutige Osterfest ist ab dem zweiten Jahrhundert nach Christus nachgewiesen. Seit dieser Zeit gibt es den Wunsch, ein jährlich wiederkehrendes Fest zum Gedächtnis von Kreuz und Auferstehung zu installieren. Der Zeitpunkt war allerdings zu Anfang sehr umstritten: nach langen und heftigen Auseinandersetzungen legte das Konzil von Nicäa im Jahr 325 n.Chr. fest, dass am ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond Ostern gefeiert werden sollte. Daraus folgt, dass Ostern ein bewegliches Fest ist: Es wird frühestens am 22. März und spätestens am 25. April gefeiert.

 

Der Name „Ostern“ ist dabei germanischer Herkunft, geht es doch auf das Wort „Austro“ zurück. Manche sagen, dass dieser Name eine Ableitung von „Eostre“ sei, einer angelsächsischen Göttin des Frühlings. Möglich ist aber auch, dass das altgermanische „Austro“ von „Aust“ stammt, was „Ost“ bedeutet.

 

Mit dem Osterfest verbinden sich bis heute zahlreiche Bräuche. Heidnischen Ursprungs ist etwa das Osterfeuer, das wahrscheinlich auf germanische Frühlingsfeuer zurückgeht. Ähnliches gilt auch für die Ostereier, die eigentlich ein Fruchtbarkeitssymbol darstellen. Eine kirchliche Weihe der Ostereier ist aber schon im 12. Jahrhundert bezeugt.

 

Aus dem 17. Jahrhundert wiederum stammen die ersten Nachweise, dass man Ostereier im Freien versteckte. Schon damals haben Kinder sie gesucht, denen erzählt wurde, der Osterhase habe sie „gelegt“. Apropos Osterhase: Früher gab es zu Ostern nicht nur für Adelige, sondern für alle das Recht, Hasen zu jagen. Wahrscheinlich hat man diese Tradition in scherzhafte Verbindung zu den Ostereiern gebracht und so ist die Geschichte vom eierlegenden Osterhasen entstanden.

 

Das „Osterlamm“ dagegen ist eine Ableitung vom „Passahlamm“. Schon zu Jesu Zeiten wurde es zum Passahfest geschlachtet, das in jüdischer Tradition auch heute noch zur Erinnerung des Auszugs der Israeliten aus Ägypten gefeiert wird.

„Für mich ist Ostern eines der schönsten Feste im Jahr“, so Landessuperintendent Manfred Horch aus Stade. „Nach der Dunkelheit und existentiellen Tiefe des Karfreitags das Licht des Lebens sehen und erleben zu können, befreit und macht Mut zu neuem Aufbruch“.

 

In den Kirchen des Kirchenkreises gibt es viele unterschiedliche Gottesdienste zu Ostern: Von Familiengottesdiensten mit anschließendem Frühstück und gemeinsamen Ostereiersuchen  bis zur Feier der Osternacht frühmorgens am Ostersonntag um 5.00 Uhr morgens bis zum Osterspaziergang am Ostermontag. 

 

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Mathis Gothart Grünewald: Isenheimer Altar, ehemals Hauptaltar des Antoniterklosters in Isenheim/Elsaß, zweite Schauseite, rechter Flügel: Auferstehung

 

Ostergottesdienste

Viele evangelische wie katholische Gottesdienste sind deutschlandweit von Gründonnerstag bis Ostermontag ab sofort unter www.ostergottesdienste.de zu finden.

 
 

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